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Fotografien
Guido Mangold
"John F. Kennedy und Konrad Adenauer", 1963, 30 x 40 cm, S/W-Vergrößerung

Guido Mangold »

Fotografien

Exhibition: 9 Nov – 28 Dec 2013

Sat 9 Nov 17:00 - 20:00

Galerie Schütte

Hauptstr. 4
45219 Essen

02054-871753


www.galerie-schuette.de

Tue-Fri 14:30-19, Sat 11-14 +

Fotografien
Guido Mangold
"Hängebaby", 1967, 43 x 59 cm, S/W-Vergrößerung

Guido Mangold
"Fotografien"


Ausstellung: 9. November bis 28. Dezember 2013
Führung durch die Ausstellung: Freitag, 22. November 2013, 19:30 Uhr

Am Freitag, dem 22. November 2013, jährt sich die Ermordung von John F. Kennedy zum 50. Mal.

Guido Mangold ist der große deutsche Fotograf, der sowohl den Besuch von J. F. Kennedy im Juni 1963 als auch seine Beerdigung am 25. November 1963 in Arlington fotografisch festgehalten hat. In unserer Mangoldausstellung sind zu diesen historischen Ereignissen sieben Fotografien zu sehen. Weiter zeigen wir Portraits aus der Studienzeit, von den Beatles, Louis Armstrong, Annette Kolb und Uschi Obermaier. Industrielandschaften aus dem Ruhrgebiet wechseln mit grandiosen Alpenbildern ab. Das "Hängebaby" und der "Blinde Mann mit Sohn" vervollkommnen die fotografische Vielfältigkeit von Guido Mangold. Viele der ausgestellten Arbeiten sind Ikonen der Zeitgeschichte. (Gerd Schütte)

Guido Mangold wurde 1934 in Ravensburg geboren. Auf Wunsch seines Vaters verließ er als 14-Jähriger die Realschule. Er absolvierte eine Bäckerlehre im väterlichen Betrieb in Ravensburg und besuchte die Konditor-Fachschule in Stuttgart. Nach einer Gesellenzeit in Ludwigsburg und einem Hotel in Bern wanderte er 1954 nach Vancouver (Kanada) aus. Dort arbeitete er als Pâtissier in einem Grandhotel. Noch während seiner Konditorzeit in Deutschland begann Mangold zu fotografieren und in Vancouver erwarb er sich weiteres Wissen indem er in einem Porträtatelier aushalf. Bei einem Kodak-Fotowettbewerb erhielten seine Bilder die ersten drei Preise (die Bilder wurden anonym eingesandt), wohl der entscheidende Anstoß sich ganz der Fotografie zuzuwenden.

1957 kehrte Guido Mangold nach Deutschland zurück um Bildjournalismus bei Otto Steinert an der Schule für Kunst und Handwerk (Saarbrücken) zu studieren. Dann 1958 der Wechsel mit Otto Steinert an die Folkwang-Schule in Essen, die er 1960 mit Examen und dem Folkwang Leistungspreis abschloss. Danach wurde er als Theaterfotograf an den städtischen Bühnen in Essen engagiert.

Von 1961 an arbeitete er als Fotograf für United States Information Service (USIS) in Bad Godesberg. 1962 verließ er die USIS um im Auftrag der Hilfsorganisation Misereor mehrere Wochen nach Südostasien zu Reisen um einheimische Lebenskultur zu dokumentieren. Nach einer Bildstrecke in der Zeitschrift Kontraste wurde Willy Fleckhaus auf ihn aufmerksam und Guido Mangold erhielt von 1963 einen Mitarbeitervertrag bei der Illustrierten Quick (Chefredakteur Karl-Heinz Hagen, Cheflayouter Willy Fleckhaus) für die er als Bildjournalist weltweit unterwegs war.

Nach dem Verkauf von Quick arbeitete Guido Mangold ab 1966 als freier Mitarbeiter bei deutschen Magazinen: twen, Eltern, Playboy, Jasmin, Stern, ab 1976 für GEO und Merian, für die er auch Bildbände publizierte und seit 1993 für Focus. Für Werbeproduktionen war er in den 70er Jahren u.a. tätig für Coca-Cola, Stuyvesant, Camel sowie für Hersteller vom Kosmetik und Mode.

Fotografien
Guido Mangold
"Konrad Adenauer", 1962, 40 x 30 cm, S/W-Vergrößerung

Seine frühen Schwarzweiß-Aufnahmen der Industrielandschaften im Ruhrgebiet, und seine Porträts sind noch geprägt vom strengen graphischen Stil seines Lehrers. Wie das Porträt der Schriftstellerin Annette Kolb, die er 1959 in Paris aufsuchte, und das 1960 auf der Mailänder Biennale prämiert wurde. Mangolds Bildsprache entwickelte sich weiter und er fotografierte im Stil der Life-Fotografie, die Lebensverhältnisse von Menschen in psychologisch eindrucksvollen Porträts dokumentiert.

Der internationale Durchbruch als Pressefotograf gelang Mangold mit der Reportage vom Besuch John F. Kennedys in Deutschland (Sommer 1963). Seine Momentaufnahmen vom Politikern wie Konrad Adenauer, John F. Kennedy oder Willy Brandt gehen in ihrer Eindringlichkeit oft über die Reportage und tagesaktuelle Berichterstattung hinaus, und wurden zu Dokumenten ihrer Zeit. Mangolds Aktaufnahmen der 60er und 70er Jahre zierten Titelblätter von Stern bis Playboy, oder lagen als Aktposter den Illustrierten bei. Er gilt als Entdecker des legendären Covergirls Uschi Obermaier, die er dreimal für twen ablichtete. Weitere Porträtserien sind den Künstlern der deutschen und amerikanischen Pop Art wie George Segal, Duane Hanson, Alex Colville, Joseph Beuys oder Georg Baselitz gewidmet.

Der Einzug der Farbfotografie in die Printmedien brachte für Mangold auch eine Veränderung in der Wahl seiner Bildthemen mit sich. Die Reisereportage und das Landschaftsporträt gewannen zunehmend an Bedeutung. Im Auftrag von Geo und Merian führte er über 70 Reportagen aus und realisierte zahlreiche Bücher. (Wikipedia)

Fotografien
Guido Mangold
"Uschi Obermaier", 1968, 42 x 27 cm, Farbabzug