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Fame
Anton Corbijn
Johnny Cash, Memphis, 1994

Fame

Fotografien berühmter Persönlichkeiten

Joseph Beuys » Chuck Close » Anton Corbijn » Gisèle Freund » Gottfried Helnwein » Barbara Klemm » Will McBride » Angelika Platen » Richard Prince » Wilhelm W. Reinke » Ulrike Rosenbach » Dennis Stock » Wolfgang Tillmans » Piotr Uklanski » Andy Warhol » Sascha Weidner »

Exhibition: 5 Oct 2011 – 14 Jan 2012

Tue 4 Oct 17:30

ART FOYER DZ BANK

Platz der Republik
60265 Frankfurt (Main)

+49 (0)69-7447 99144


www.dzbank-kunstsammlung.de

Tue-Sat 11-19, Thu 11-20

Fame
Wolfgang Tillmans
Michael Bergin & Fan, holding Flag, 1995

„FAME“
Fotografien berühmter Persönlichkeiten im ART FOYER der DZ BANK Kunstsammlung


“I'm gonna live forever, I'm gonna learn how to fly - high!” So erklärte 1980 der amerikanische Tanzfilm „Fame“ den Weg zum Ruhm. Leidenschaftlich kämpfen darin junge Anwärter auf Prominenz um die Erfüllung ihrer Lebensträume. Dem oscar-prämierten Kinohit folgte ein weltweit erfolgreiches Musical und – „Remember my name: FAME“ – 2009 ein Remake, das ebenfalls viele Millionen einspielte.

Ruhm ist langlebig. Vielfach führt der Höhenflug tatsächlich in die Unsterblichkeit. Mancher Glamour aber landet in trauriger Berühmtheit. Von alledem handelt die neue Ausstellung “FAME“, die vom 5. Oktober bis 17. Dezember 2011 im ART FOYER der DZ BANK Kunstsammlung in Frankfurt am Main zu sehen ist.

Versammelt sind dort Lichtgestalten dieses und des vergangenen Jahrhunderts, dargestellt von 17 Lichtbildnern, deren Ansehen dem ihrer Motive mitunter kaum nachsteht: Joseph Beuys, Chuck Close, Anton Corbijn, Gisèle Freund, Gottfried Helnwein, Barbara Klemm, Will McBride, Angelika Platen, Richard Prince, Wilhelm W. Reinke, Ulrike Rosenbach, Dennis Stock, Wolfgang Tillmans, Piotr Uklanski, Andy Warhol und Sascha Weidner.

„Der ‚Walk of Fame’ durch unsere Bestände an Fotografien“, erläutert Dr. Christina Leber, Leiterin der DZ BANK Kunstsammlung, „hat uns immer wieder auf Kreuzungen geführt. Zahlreich sind deshalb in dieser Ausstellung die Querverbindungen zwischen den berühmten Namen, wie Joseph Beuys als Politiker und als Künstler, um nur ein Beispiel zu nennen.“

Joseph Beuys etwa findet man im Selbstbildnis mit Andy Warhol ebenso wie auf Aufnahmen von Barbara Klemm und Angelika Platen. Andy Warhol wiederum ist unter anderem mit „Salvador Dali & Ultra Violet“ und „Henry Kissinger & Elisabeth Taylor“ vertreten.

Gisèle Freunds intellektuelle Erinnerungen an James Joyce, Jean Cocteau, Virginia Woolf oder Simone de Beauvoir fehlen ebenso wenig wie die Gesichtslandschaften der legendären Fotografin selbst, die der 1963 in Braunschweig geborene Künstler Wilhelm W. Reinke wenige Jahre vor deren Tod verewigte.

Reinke ist es auch, dessen Serie „Das Auge des Künstlers“ auf deutsche Schauspieler von Mario Adorf bis zur unlängst verstorbenen Rosel Zech schaut.

Anton Corbijn, 1955 in den Niederlanden geboren, hatte nahezu alle Großen aus der Rock- und Popszene vor der Kamera, 1994 in Memphis Johnny Cash, dessen Aura im Großformat geradezu hörbar erscheint, so wie Adam, Edge, Larry & Bono alias U2. Corbijn begegnet man in der Ausstellung „FAME“ auch mit seiner Aufnahme von Joni Mitchell 1999 in Santa Monica sowie seinem eigenen Konterfei vor diesem Werk, das Angelika Platen festhielt.

Ein weiteres Porträt von Corbijn zeigt Richard Prince in New York, während der Amerikaner des Jahrgangs 1949 mit „All the Best“ vor allem weibliche US-Mythen in seinen Blick rückte. Zu sehen ist eine Auswahl der international bekannten Bilder von Richard Prince, die die DZ BANK dem Städel Museum Frankfurt überlassen hat und die ab Februar nächsten Jahres dort zu sehen sein werden.

Improvisationen, wie nur der Jazz sie hervorbringen kann, hinterließ Dennis Stock, der 2010 in Florida starb, mit scheinbar flüchtigen Einblicken in den Arbeitsalltag u. a. der Jazz-Ikonen Louis Armstrong, Errol Garner oder Mary Lou Williams.

Als Galerie von Bösewichtern präsentiert der 1968 in Warschau geborene Künstler Piotr Uklanski Farb- und Schwarzweiß-Fotos von Stars, die in Hollywood- und europäischen Filmen Nazi-Rollen spielten. Alle sind Männer, alle in Uniform: Marlon Brando, Curd Jürgens, Ronald Reagan, Rex Harrison, Anthony Quinn, Yul Brynner, Hardy Krüger, Gerd Fröbe, Buster Keaton u.v.a.

Sternstunden der Reportagefotografie, die Weltgeschichte in Augenblicken erzählen, sind mit Barbara Klemm verbunden. Von der deutschen Fotografin des Jahrgangs 1939 stehen Aufnahmen von Kanzlern und Kanzlerin der Bundesrepublik im Mittelpunkt. Diese werden ergänzt durch Charakterstudien deutscher Politiker von Will McBride, der 1931 in USA geboren wurde und in Deutschland lebt.

Intensive Gegenwart von Künstlerpersönlichkeiten vermittelt darüber hinaus eine Reihe von Einzelwerken, z. B. von Chuck Close, der Roy Lichtenstein fotografierte, Sascha Weidners Frontalaufnahme von Julie Delphy, Wolfgang Tillmans’ Michael Bergin mit Fan oder Ulrike Rosenbach im Doppelporträt mit Elvis Presley in von Andy Warhol gestalteter Pose.

Im ART FOYER der DZ BANK veranstaltet die Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank in Frankfurt am Main regelmäßig Ausstellungen. Die Bank verfügt über eine weltweit anerkannte Sammlung zeitgenössischer Fotografie und visueller Medien mit mehr als 6500 Werken von über 600 Künstlern.

Fame
Gisèle Freund
Simone de Beauvoir, 1948
Fame
Kevin Clarke
Portrait of Nam June Paik, 1999
Fame
Sascha Weidner
Julie II, 2005
Aus der Serie: Beauty remains