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Do or Die / Auf Leben und Tod
Hendrik Kerstens, Bag, Teutloff Photo + Video Collection Bielefeld

Do or Die / Auf Leben und Tod

Anna & Bernhard Blume » Nan Goldin » Jürgen Klauke » Paul McCarthy » Boris Mikhailov » Helmut Newton » Jack Pierson » & others

Exhibition: 17 Sep 2010 – 9 Jan 2011

Thu 16 Sep 19:00

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Obenmarspforten (am Kölner Rathaus)
50667 Köln

+49 (0)221-22121119


www.wallraf.museum

Tue-Sun 10-18, Thu 10-21

Do or Die / Auf Leben und Tod
Nan Goldin, Jens' Hand on Clemens' Back [Detail] Teutloff Photo + Video Collection Bielefeld

The Human Condition in Painting and Photography Do or Die Collection Teutloff meets Wallraf 17 September 2010 – 9 January 2011 Helmut Newton & Ingres, Nan Goldin & François Boucher, Paul McCarthy & Wilhelm Leibl, Jack Pierson & Bartholomäus Bruyn the Elder – these are just four of the approximately fifty unusual dialogues the Wallraf will be staging in autumn 2010. Under the title “Do or Die - The Human Condition in Painting and Photography” outstanding items from the TEUTLOFF PHOTO + VIDEO COLLECTION will meet selected works owned by the museum. At the heart of the exhibition will be the glamour and misery of Mankind. The photographs and paintings oscillate between the polarities of birth and death, happiness and suffering, confidence and despair. The direct comparison between painting and photography shows how the old picture, composition and pathos formulae have continued into the present day, a fact clearly demonstrated by the specially chosen quotes in the works of Anna and Bernhard Blume and Boris Mikhailov. At the same time the formal and thematic breaks with tradition that characterize, sometimes shockingly, certain photographic works from the Teutloff Collection, also stand out. They lay a trail to existential themes such as “body awareness” and “sexual identity”, which, depicted so explicitly, would have been unthinkable for the painters of past ages. The Wallraf will contrast around 70 works from the wide-ranging and impressive collection of Lutz Teutloff (photographic and video art of the late 20th and early 21st centuries) with more than 40 rarely shown masterpieces from its own collection (European painting from the late Middle Ages to the 19th century). Der Mensch in Malerei und Fotografie Auf Leben und Tod Die Sammlung Teutloff zu Gast im Wallraf 17. September 2010 bis 9. Januar 2011 Helmut Newton & Jean Ingres, Nan Goldin & François Boucher, Herlinde Koelbl & Wilhelm Leibl oder Jack Pierson & Barthel Bruyn, so heißen vier der rund vierzig ungewöhnlichen Dialoge, die das Wallraf ab 17. September 2010 in Szene setzt. Unter dem Titel „Auf Leben und T od“ treffen dann Meisterwerke der Kölner Gemäldegalerie auf herausragende Fotografien der TEUTLOFF PHOTO + VIDEO COLLECTION. Glanz und Elend der Gattung Mensch stehen im Fokus. Dabei pendelt die Ausstellung zwischen den existentiellen Polen Geburt und Tod, Glück und Leid sowie Angst und Hoffnung. Diese Gegenüberstellung von Fotokunst und Malerei ist für die Besucher verblüffend und lehrreich zugleich. So zeigt die Schau, wie die klassischen Bildformeln der Alten Meister bis in die heutige Zeit fortwirken. Die Fotografie benutzt, zitiert oder parodiert die Malkunst ganz bewusst. Gleichzeitig entwickelt das jüngere Medium neue Formen, um das veränderte Menschenbild fest zu halten: Themen wie Körperbewusstsein oder sexuelle Identität werden wie selbstverständ- lich inszeniert. Derartig explizite Darstellungen waren in der alten Kunst undenkbar. Insgesamt stellt das Wallraf rund 70 Exponate aus der thematisch wie qualitativ beeindruckenden Kollektion des Bielefelder Sammlers Lutz Teutloff mehr als 40 Meisterwerken der eigenen Sammlung gegenüber. In neun Kapiteln entfaltet die Ausstellung ein ergreifendes Panorama der „condition humaine“. Die Reise führt von der Wiege bis zur Bahre – und zurück zur Wiedergeburt. Die raffinierte Inszenierung lädt zum vergleichenden Sehen ein. In Anlehnung an Mark Z. Danielewskis Kultroman „House of Leaves“ entsteht ein Ausstellungsraum, der durch seine Trompe-l’œil- Gestaltung innen größer zu sein scheint als außen. Der Autor spricht im Rahmenprogramm am 30. September 2010 um 19 Uhr im Stiftersaal des Wallraf über „The Hopeless Animal and The End of Nature“. Dialog als Tradition Das Wallraf-Richartz-Museum verlässt gerne das vertraute Feld der Tafelmalerei und der Kupferstiche und wagt den Brückenschlag in Moderne und Gegenwart. In den letzten Jahren gab es schon mehrere dieser Begegnungen: 2006 zeigte das Kölner Haus mit der Kunsthoch- schule für Medien Werke der Träger des Spiridon-Neven-DuMont- Preises („Echo“). 2007 präsentierte das Wallraf unter dem Titel „Hotel California“ Arbeiten der Fotokünstler Desiree Dolron und Thomas Wrede im Dialog mit mittelalterlichen Martyrienszenen und barocken Paradiesdarstellungen. 2008 war die Gemäldegalerie Veranstaltungsort für die Ausstellung der Künstler des Nam June Paik Awards der Kunststiftung Nordrhein-Westfalen. Mit der Sammlung Teutloff ist nun also wieder ein „Zeitgenosse“ zu Gast in Köln. TEUTLOFF PHOTO + VIDEO COLLECTION Der Bielefelder Sammler Lutz Teutloff hat seine Kollektion unter dem Aspekt der Körperlichkeit zusammen gestellt. Sie umfasst mehr als 1.000 Photo- und Video-Arbeiten von etwa 75 Künstlern aus nahezu 30 Ländern, wobei der größte Teil zur Weltelite zeitgenössischer Photo- graphie und Medienkunst gehört. Die Dynamik der Sammlung besteht nicht nur aus den großen internationalen Künstlernamen wie Leibovitz, Newton, Goldin oder Koelbl, sondern ist im Thema und der Gegen- überstellung der einzelnen Positionen zu jungen, aufstrebenden Künstlern zu finden. Die Sammlung umfasst einen Zeitraum von 1968 bis heute. Kölns erstes Museum Das Wallraf gehört zu den besten Gemäldegalerien Europas. Das im Stadtkern gelegene Haus beherbergt eine der wichtigsten Sammlungen mittelalterlicher Kunst weltweit mit Stefan Lochners „Muttergottes in der Rosenlaube“ als Höhepunkt. Weitere Highlights sind die Malerei des Barock von Rubens, Rembrandt, Murillo bis Boucher, die deutsche Romantik sowie der französische Realismus und Impressionismus. Mit der Fondation Corboud besitzt die Gemäldegalerie die umfangreichste Sammlung impressionistischer und neo-impressionistischer Kunst in Deutschland. Werke von Van Gogh, Cézanne, Gauguin, Bonnard, Ensor und Munch leiten die Moderne ein.