Hier können Sie die Auswahl einschränken.
Wählen Sie einfach die verschiedenen Kriterien aus.
© Herbert Tobias, Hermann, Berlin, 1968

Herbert Tobias »

Exhibition: 17 Oct – 14 Nov 2009

Johanna Breede

Fasanenstr. 69
10719 Berlin

Johanna Breede PHOTOKUNST

Fasanenstr. 69
10719 Berlin

+49 (0)30-88913590


www.johanna-breede.com

Tue-Fri 11-18 + by app.

© Herbert Tobias, Editha mit Katze, Berlin, etwa 1960

Photography determined Herbert Tobias' life for twenty years. At times, as he himself stated, it even drove him to the very edge of insanity. Photography gave Tobias an outlet for his innermost emotions and desires. The camera was also a tool through which he communicated with the rest of the world. In his images of longing, passion, isolation, luck, pain and joy he detailed the architecture of his inner values - a structure that stood opposed to the rise of 1950s consumerism and all its accompanying rites and rituals. In this context, photography kept him sane.

  Tobias thrived on the production of intense emotion – and not only in his photography. His expression was vehement, and he did not cower from pathos. His photographic style perfectly mirrors his soul, a soul in which there was not room for a peaceful life void of risk.

Ulrich Domröse

© Herbert Tobias, Geschäftsleben in Trümmern, Berlin, 1954

Die Fotografie bestimmte beinahe zwanzig Jahre sein Leben und wurde ihm zeitweise, wie er selbst sagte, zur Sucht. Mit ihr hatte er ein Ventil für die Darstellung seiner Empfindungen und Sehnsüchte und gleichzeitig ein Kommunikationsmittel mit der Außenwelt zur Hand. In seinen Bildern von Lust, Leidenschaft, Einsamkeit, Glück, Schmerz und Schönheit gab er einem inneren Wertesystem Raum, das in Widerspruch zu den Erfolgsregeln und den damit verbundenen Ritualen im aufkommenden Konsumismus der Wirtschaftswunderzeit der fünfziger Jahre stand. In diesem Sinne war die Fotografie für ihn ein Überlebensraum.

Tobias brauchte die Inszenierung existentieller Gefühle - und dies nicht nur in seinen Fotografien. Er gab ihnen mit Vehemenz Ausdruck und scheute auch vor Pathos nicht zurück. Seine Bildfindungen sind der sprichwörtliche Spiegel seiner Seele, einer Seele, in der es keinen Platz für ein ruhiges, berechenbares Leben ohne Risiko gab.

Ulrich Domröse

© Herbert Tobias,..eat me, drink me...,Hamburg, 1979