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Sandwich
Superimpositions
Ende der 60er bis Ende der 70er Jahre/ late 60ies to late 70ies
Farbfotografie/color print
in zwei Größen verfügbar/available in two sizes
45 x 30 cm Aufl./ ed. 7
139 x 89 cm Aufl./ed. 5
Courtesy Barbara Gross Galerie, München

Boris Mikhailov »

Sandwich

Exhibition: 18 Sep – 20 Oct 2007

Barbara Gross Galerie

Theresienstr. 56 Hof 1
80333 München

089-296272


www.barbaragross.de

Tue-Fri 13-18:30, Sat 11-16

Sandwich
Superimpositions
Ende der 60er bis Ende der 70er Jahre/ late 60ies to late 70ies
Farbfotografie/color print
in zwei Größen verfügbar/available in two sizes
45 x 30 cm Aufl./ ed. 7
139 x 89 cm Aufl./ed. 5
Courtesy Barbara Gross Galerie, München

Boris Mikhailov is one of the most important photographers of our time. In 2000 he received the Hasselblad Award, the international prize for contemporary photography. This year he is representing Ukraine at the Venice Biennial. Since the 1960s he has been developing a visual cosmos in which the lives of simple people in Communist Russia are penetratingly recounted. In those days, photography was controlled by strict rules. Mikhailov turned against these rules and pointed his camera in the direction of the private and the personal, the lives of his friends and acquaintances, sexuality, and the creeping decay of his home town, Kharkov. Almost four decades after its creation, we are presenting an exhibition of the Sandwich series. Created during the late nineteen-sixties and seventies, this series represents the poetic side of Mikhailov's early conceptual work. Overlapping motifs lead to multifaceted interpretations, in which ironic allusion to food shortages, gloomy living situations, or the desire for an automobile are as disguised as the taboo presentations of nudity and sexuality. He not only illustrates people's lives, but also reflects the state of society. The montage of images of opposing meanings not only reveals the artist's own divided split identity, but also the contradictions and ambivalences in Russia in general. The layering of numerous motifs featuring shots of surfaces that have been exploded or are crumbling is symptomatic for the collapse of Soviet society. In Sandwich, Mikhailov does not limit himself to presenting decay. He blends individual motifs of idyllic landscapes or beautiful women, achieving ironic or humorous situations through these combinations. The layering creates a kind of color that is draped over the pictures like a nostalgic veil. In this way, the tragedy and coldness of the visuals are first revealed upon closer inspection. Sandwich combines what Mikhailov regards as two fundamental elements of Russian society: beauty and suffering. He shows real life, the restrictive relationships and sacrifices, but most especially, the beauty of Russia, the wealth of dreams and fantasies that cannot be controlled. Boris Mikhailov, born in 1938 in Kharkov, Ukraine, lives today in Kharkov and Berlin. Among his most important awards are the Citibank Photography Prize and the Hasselblad Award. He has had many exhibitions both here and abroad, most recently, a retrospective at the ICA in Boston. Sandwich can be seen in its first large museum exhibition at Kunst Merano Arte until September 2007. Phaidon will also publish the first comprehensive catalog on Sandwich in 2007.


Boris Mikhailov zählt zu den bedeutenden Fotografen unserer Zeit. 2000 erhielt er den Hasselblad Award, den internationalen Preis für zeitgenössische Fotografie. Dieses Jahr vertritt er die Ukraine auf der Biennale in Venedig. Seit den sechziger Jahren entwickelt er einen Bilderkosmos, der eindringlich vom Leben der einfachen Menschen im kommunistischen Russland erzählt. Fotografie war damals an strenge Regeln und Kontrollen gebunden. Boris Mikhailov wendet sich gegen diese Vorschriften und richtet seine Kamera auf das Private und Persönliche, das Leben seiner Freunde und Bekannten, Sexualität und den schleichenden Verfall seiner Heimatstadt Kharkov. Fast vier Jahrzehnte nach ihrer Entstehung präsentieren wir in unserer Ausstellung die Serie Sandwich. In den späten sechziger und siebziger Jahren entstanden, steht sie für die poetische Seite seines konzeptuellen Frühwerks. Die Überblendung von Motiven führt zu inhaltlicher Vieldeutigkeit, in der sich ironische Anspielungen auf Nahrungsmittelknappheit, die triste Wohnsituation oder der Wunsch nach einem eigenen Automobil ebenso verbergen wie die tabuisierte Darstellung von Nacktheit und Sexualität. Er bildet das Leben der Menschen nicht nur ab, sondern reflektiert den Zustand der Gesellschaft. Die Montage von Bildern mit gegensätzlicher Bedeutung offenbart für Boris Mikhailov nicht nur seine eigene gespaltene Identität, sondern auch die Widersprüche und Zwiespältigkeiten Russlands allgemein. Die Überlagerung zahlreicher Motive mit Aufnahmen gesprungener oder zerbröckelnder Oberflächen steht symptomatisch für den Zusammenbruch der sowjetischen Gesellschaft. Boris Mikhailov beschränkt sich in Sandwich nicht auf die Darstellung des Verfalls. Er überblendet einzelne Motive mit idyllischen Landschaften oder schönen Frauen, erzielt durch die Kombination ironische oder humorvolle Situationen. Das Übereinander lässt eine tonige Farbigkeit entstehen, die sich wie ein nostalgischer Schleier über die Aufnahmen legt. Tragik und Härte des Gesehenen offenbaren sich so erst auf den zweiten Blick. Boris Mikhailov verbindet in Sandwich zwei für ihn grundlegende Elemente der russischen Gesellschaft: Schönheit und Leid. Er zeigt das reale Leben, die restriktiven Verhältnisse und Entbehrungen, vor allem aber die Schönheit Russlands, den Reichtum an Träumen und Phantasien, die nicht kontrollierbar sind. Boris Mikhailov, geboren 1938 in Kharkov in der Ukraine, lebt heute in Kharkov und Berlin. Zu seinen wichtigsten Auszeichnungen zählen der Citibank Photography Prize und der Hasselblad Award. Seine Arbeit wird in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt, zuletzt in einer großen Retrospektive im ICA Boston. Bis September 2007 präsentiert Kunst Merano Arte die Serie Sandwich in einer ersten großen Museumsausstellung. Ebenfalls 2007 erschien im Phaidon Verlag der erste umfassende Katalog zu Sandwich.

Sandwich
Superimpositions
Ende der 60er bis Ende der 70er Jahre/ late 60ies to late 70ies
Farbfotografie/color print
in zwei Größen verfügbar/available in two sizes
45 x 30 cm Aufl./ ed. 7
139 x 89 cm Aufl./ed. 5
Courtesy Barbara Gross Galerie, München
Sandwich
Superimpositions
Ende der 60er bis Ende der 70er Jahre/ late 60ies to late 70ies
Farbfotografie/color print
in zwei Größen verfügbar/available in two sizes
45 x 30 cm Aufl./ ed. 7
139 x 89 cm Aufl./ed. 5
Courtesy Barbara Gross Galerie, München