Hier können Sie die Auswahl einschränken.
Wählen Sie einfach die verschiedenen Kriterien aus.
Kopf an Kopf
Olaf Nicolai, »The Blondes«, 2003/05, Courtesy Galerie EIGEN+ART Leipzig/Berlin; © VG Bild-Kunst, Bonn 2007

Kopf an Kopf

Serielle Porträtfotografie

Valérie Belin » Christian Boltanski » Luc Delahaye » General Idea » Alexander Honory » Alfredo Jaar » Noah Kalina » Jürgen Klauke » Marie-Jo Lafontaine » Jonathan Monk » Olaf Nicolai » Ken Ohara » Ralf Peters » Thomas Ruff »

Exhibition: 15 Sep – 25 Nov 2007

Kunsthalle Tübingen

Philosophenweg 76
72076 Tübingen

07071-96910


www.kunsthalle-tuebingen.de

Tue-Sun 11-18

Kopf an Kopf
Ken Ohara, »One«, 1970, Courtesy of the artist

»Kopf an Kopf« zeigt serielle Porträtfotografien von den frühen 70er-Jahren bis in die Gegenwart. Die Ausstellung konzentriert sich dabei ganz auf Kopf- und Brustporträts, die vom Schema des Passbildes abgeleitet sind. Die Vielfalt künstlerischer Arbeiten reicht von den konzentrierten Schwarzweiß-Aufnahmen Ken Oharas bis zu den farbkräftigen Großformaten von Valérie Belin oder Marie Jo Lafontaine. Fotografie tritt dabei auch als Installation (Christian Boltanski) und als Video auf (Noah Kalina). Weitere Werke stammen von Luc Delahaye, General Idea, Alexander Honory, Alfredo Jaar, Jürgen Klauke, Jonathan Monk, Olaf Nicolai, Ralf Peters und Thomas Ruff. Die Serialität wurde durch die Pop Art Andy Warhols und die Minimal Art in der Kunst etabliert. In der Porträtfotografie hat sie zuerst der aus Tokyo stammende US-Amerikaner Ken Ohara konsequent eingesetzt. Seine Fotoserie »One« entstand Ende der 60er-Jahre unter einfachen technischen Bedingungen auf den Straßen von New York. Ausgehend von dieser einflussreichen Arbeit präsentiert »Kopf an Kopf« rund 20 Werke mit insgesamt mehr als 1000 Porträts. Die Bedeutung eines ungewöhnlichen künstlerischen Verfahrens wird damit erstmals systematisch erschlossen. In der seriellen Porträtfotografie kommt das Spannungsfeld zwischen Einzigartigkeit und Gleichheit der Individuen zum Ausdruck, das die menschliche Existenz seit Beginn der Moderne mit bestimmt. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (Text von Martin Hellmold, 176 Seiten, ca. 155 Abbildungen, Kehrer Verlag, Heidelberg).

Kopf an Kopf
Valérie Belin: Untitled (black women II), 2006, Ausschnitt, courtesy fiedler contemporary, Köln