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What does the jellyfish want?
Man Ray, Lippen an Lippen, um 1930, Silbergelatineabzug , 22,9 x 17,5 cm,
ML/F 1977/0620, Fotografische Sammlung Museum Ludwig / Stiftung Gruber,
© Man Ray Trust, Paris / VG Bild-Kunst, Bonn 2007

What does the jellyfish want?

Fotografien von Man Ray bis James Coleman

Robert Adams » Eugène Atget » Bernd & Hilla Becher » Anna & Bernhard Blume » Mel Bochner » Joachim Brohm » James Coleman » Jan Dibbets » William Eggleston » Valie Export » Hans-Peter Feldmann » Lee Friedlander » Albrecht Fuchs » Gilbert & George » Andreas Gursky » Candida Höfer » Jitka Hanzlova » Florence Henri » Douglas Huebler » Sanja Iveković » Benjamin Katz » André Kertész » Jürgen Klauke » Louise Lawler » Jochen Lempert » Sol LeWitt » Man Ray  » Gordon Matta-Clark » Boris Mikhailov » László Moholy-Nagy » Bruce Nauman » Gabriele & Helmut Nothhelfer » Dennis Oppenheim » Peter Piller » Alexander Rodchenko » Thomas Ruff » Ed Ruscha » August Sander » Gregor Schneider » Ursula Schulz-Dornburg » Cindy Sherman » Robert Smithson » Thomas Struth » Wolfgang Tillmans » Jeff Wall » Stephen Wilks » Stephen Willats » Christopher Williams » David Wojnarowicz » & others

Exhibition: 31 Mar – 24 Jun 2007

Museum Ludwig

Heinrich-Böll-Platz
50667 Köln

+49 (0)221-22126165


www.museum-ludwig.de

Tue-Sun 10-18

What does the jellyfish want?
Stephen Wilks, Ohne Titel, 2002-2004, C-Print, 50 x 60, ML/F 2006/0016,
Fotografische Sammlung Museum Ludwig, © Stephen Wilks

What does the jellyfish want - diese Frage wirft der Künstler Christopher Williams während eines Interviews auf, in dem er erläutert, warum ihn das Meerestier so fasziniert: Ohne Form, ohne Skelett, ohne Geschlecht ist die Qualle ein Wesen ohne Eigenschaften. In diesem Sinne steht das Meerestier als Metapher für die Fotografie in der zeitgenössischen Kunst und dient als Motto zur Ausstellung: Was ist die Fotografie? Abdruck der Wirklichkeit oder Datenmaterial, das beliebig bearbeitet werden kann? Dokumentation oder inszeniertes Bild? Found Footage oder aufwändig hergestellter Abzug? Mit drei historischen Bezügen auf die Avantgarde zu Beginn des 20. Jahrhunderts zeigt die Ausstellung aktuelle Tendenzen der Fotografie und ihre Traditionen auf. Die Ausstellung gliedert sich in einen historischen Rückblick, der die surrealistische Fotografie um Man Ray, die Fotografien, Fotogramme und Collagen der Konstruktivisten mit László Moholy-Nagy und A.M. Rodtschenko, sowie August Sanders "Menschen des 20. Jahrhunderts" vorstellt. Die frühen Positionen werden mit aktuellen Arbeiten in Bezug gesetzt, die sich chronologisch um die wichtigsten Schritte der Fotografie in der zeitgenössischen Kunst gruppieren. Dazu gehört zum einen die Wiederentdeckung der Fotografie in der Aktionskunst und Konzeptkunst der 1970er Jahre. Ende der 1970er Jahre ist eine Entwicklung vom fotografischen Abbild der Wirklichkeit zur Reflexion und Neuerfindung vorhandener fotografischer Bilder festzustellen. In den letzten zehn Jahren wurde das Dokumentarische als spezifisch künstlerische Haltung wiederentdeckt. Dabei wird der grundlegende Anspruch, die Realität in den Fotografien sichtbar zu machen, sie zu erforschen und zu analysieren, auch von den Künstlern erhoben, die wie Andreas Gursky das fotografische Material am Computer bearbeiten. Als erstes Kunstmuseum erwarb das Museum Ludwig bereits Mitte der 1970er Jahre die Sammlung Gruber sowie eine Reihe von wichtigen Positionen für die Fotografie der Gegenwart wie Bruce Nauman, Dennis Oppenheim, Douglas Huebler, Bernd und Hilla Becher u.v.a. Seitdem ist die Sammlung stetig erweitert worden, um die gesamte Entwicklung der künstlerischen Fotografie sichtbar werden zu lassen und sie bis in die Gegenwart zu verlängern. Die Schätze der Sammlung werden gemeinsam mit den Neuerwerbungen vorgestellt. Künstlerliste: Robert Adams, Eugène Atget, Thomas Bayrle, Bernd and Hilla Becher, Anna and Bernhard Johannes Blume, Mel Bochner, Joachim Brohm, James Coleman, Ger Dekkers, Jan Dibbets, William Eggleston, Valie Export, Hans Peter Feldmann, Lee Friedlander, Albrecht Fuchs, Gilbert & George, Andreas Gursky, Jitka Hanzlova, Florence Henri, Candida Höfer, Douglas Huebler, Sanja Ivekovi, Benjamin Katz, André Kertész, Jürgen Klauke, Louise Lawler, Jochen Lempert, Barry Le Va, Manfred Leve, Sherrie Levine, Sol LeWitt, Gordon Matta-Clark, Boris Mikhailov, László Moholy-Nagy, Robert Morris, Bruce Nauman, Gabriele and Helmut Nothhelfer, Dennis Oppenheim, Peter Piller, Man Ray, Alexander Rodtschenko, Thomas Ruff, Ed Ruscha, August Sander, Gregor Schneider, Ursula Schulz-Dornburg, Cindy Sherman, Robert Smithson, Thomas Struth, Wolfgang Tillmans, Jeff Wall, Robert Watts, Stephen Wilks, Stephen Willats, Christopher Williams and David Wojnarowicz. Im Verlag der Buchhandlung Walther König erscheint ein umfangreicher Katalog mit vielen Abbildungen und Beiträgen von Bodo von Dewitz, Barbara Engelbach, Herbert Molderings und Herta Wolf. Der Katalog kostet in der Ausstellung 24 Euro, im Buchhandel 29,80 Euro.

What does the jellyfish want?
James Coleman, Photograph, 1998/99, Diaprojektion mit synchron gesprochenem Text, 3 Diakarussells, 4 Lautsprecher, Verstärker, Synchronisierer, 4,40 x 13,40 x 8,50 m, ML/SK 5133, © James Coleman
What does the jellyfish want?
Christopher Williams, Pacific Sea Nettle, Chrysaora Melanaster, Long Beach
Aquarium of the Pacific, 100 Aquarium Way, Long Beach, California, August 9, 2005, 2005
© C.Williams