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mit Thierry Gasnier
Aitor Ortiz: Millau 007, 2008, Fine Art Print on Hahnemühle photo paper, mounted on aluminum, 115 x 250 cm, Ed. 3

Aitor Ortiz »

mit Thierry Gasnier

Artist Talk:

Fri 15 Apr 19:00

Galerie Springer Berlin

Fasanenstr. 13
10623 Berlin

+49 (0)30-3157220


www.galeriespringer.de

Tue-Fri 12-18, Sa 12-15 +

Ortiz hat ein fortwährendes Interesse daran, eine Reihe von Widersprüchlichkeiten zwischen der Darstellung und der Interpretation (Wahrnehmung) aufzuzeigen. Er setzt den Inhalt seiner Bilder, die materiellen Eigenschaften der zur Reproduktion seiner Werke verwendeten Träger und ihre Position im Ausstellungsraum zueinander in Beziehung. Im Zuge dessen schafft der Künstler einen weiten Rahmen für seine Arbeiten und das Verhältnis zwischen den fotografierten Orten und den bewussten und unbewussten Mitteln, die bei seinen Arbeitsprozessen zum Tragen kommen: das Auge (Interpretation, Rahmen, Dekontextualisierung...), die Kamera (Schärfe/Unschärfe, optische Verzerrung, Bewegungsübertragung...) und das Gehirn (dessen Unvollkommenheit bei der Informationsaufnahme und seine empirischen Gewohnheiten...). Diese Beziehungen kumulieren im Ausstellungsraum, in dem die physische Erfahrung den eigentlichen Bildinhalt transzendiert. Es entsteht ein Prozess fortwährender Interaktion zwischen Darstellung und Wahrnehmung.

Im 2011 bei Hatje Cantz erschienen Buch "Aitor Ortiz" schreibt die Kuratorin Michelle Marie Roy: Wenn ich mir die Arbeiten von Ortiz ansehe, erinnern sie mich an einen den Satz von Jan Szarkowski aus der Einführung seines Buches The Photographer’s Eye’: ‚Ein Künstler ist ein Mensch, der auf der Suchen nach neuen Strukturen ist, in denen er die Realität des Lebens neu ordnet und vereinfacht.’ Dies ist laut Michelle Marie Roy das, was Aitor Ortiz in seiner Arbeit vollendet.

Obwohl im Werk von Ortiz Spuren verschiedener Einflüsse aus der klassischen Fotografie zu finden sind, allen voran der Düsseldorfer Schule, sind seine Fotografien in keiner Weise dokumentarisch, vielmehr erschafft er eine völlig neue Realität. Gekonnt vereint der Künstler analoge und digitale Bearbeitungstechnik in seinen Werken. Zitat Michelle Marie Roy: "Er überarbeitet seine Bilder, um sie seiner Vision anzupassen."

In der aktuellen Ausstellung INTERSTICES präsentiert die Galerie Springer Berlin eine Auswahl von Arbeiten aus verschiedenen Serien des Künstlers, deren "roter Faden" die Zwischenräume sind.

Der 1971 in Bilbao geborene Künstler Aitor Ortiz gilt als einer der bekanntesten spanischen Fotografen. Er war bereits in zahlreichen großen Museen in Europa, Asien und Amerika mit Gruppen- und Einzelausstellungen vertreten. Zu den großen Soloausstellungen zählen: Museo Guggenheim, Bilbao (2011), Fotografiska Stockholm, 2012, Sala Canal de Isabel II, Madrid (2012). Das im Jahr 2011 bei Hatje Cantz erschienene Buch ist eine wichtige Monografie über sein Werk, für das er von Kritikern gefeiert und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. Seine Arbeiten sind in vielen verschiedenen Sammlungen vertreten, einschließlich: Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid, Museo Guggenheim Bilbao, Fundación La Caixa, AXA. Belgium, IVAM. Instituto Valenciano de Arte Moderno, Norman Foster Collection und viele andere.